Mein neuer Vorlese-Podcast
Eigentlich sollte man meinen, ich habe genug zu tun. Derzeit schreibe ich an drei Büchern, habe noch einige weitere Aufträge, drei Haustiere und zwei Kinder, die versorgt werden wollen … und trotzdem! Eine Sache juckte mich in den Fingern und je länger ich darüber nachdachte, desto mehr wollte ich diese Idee in die Tat umsetzen: Ich setzte mir in den Kopf, einen Vorlese-Podcast ins Leben zu rufen.
In meiner Schreibtischschublade – oder vielmehr auf meiner Festplatte – tummeln sich unzählige Geschichten, die bisher aus unterschiedlichen Gründen keinen Verlag gefunden haben. Das ist absolut in Ordnung und ein Los, das jede Autorin und jeder Autor nur zu gut kennt. Aber eigentlich ist es schade um all die Arbeit und all die Erzählungen, die niemand hört oder liest. Warum also nicht etwas anderes damit machen? Im nächsten Moment war die Vorlese Liese geboren, mein Alter Ego, unter dem ich ab sofort auf allen gängigen Podcastkanälen zu hören sein sollte.
Die Vorlese Liese startet durch

Die Sache stand also fest. Das war Ende 2023 und wie das eben so ist, hat die Umsetzung auch in diesem Fall ein paar Monate in Anspruch genommen. So ein Projekt ist nämlich gar nicht so wenig Arbeit. Die ersten Geschichten, die dafür infrage kamen, habe ich vor mehr als drei Jahren geschrieben. Ich musste also erst einmal alles erneut durchgehen, ganze Passagen ändern oder gänzlich überarbeiten. Außerdem brauchte ich passende Illustrationen, eine Webseite und natürlich das Wichtigste: die Aufnahmen! Zum Glück hat mein Bruder ein voll ausgestattetes Tonstudio und das dazugehörige Know-how.
Im Zuge der Überarbeitungen kam mir dann eine weitere Idee. Die Vorlese Liese sollte nicht allein agieren, sondern einen Sidekick haben, der die kindliche und nachfragende Rolle übernehmen würde. Sofort fiel mir Barnabas, der Bücherwurm, ein. Er ist ein lieber Kerl, der im Regal der Vorlese Liese lebt und ihr tatkräftig zur Seite steht. Kurz habe ich mir überlegt, ob ich dafür eine weitere Sprecherin oder einen Sprecher organisieren soll, aber der Podcast ist schon jetzt ein immenser Aufwand. Wenn die Aufnahmen von einer weiteren Person abhängen, kommen wir vermutlich kaum mehr zum Recorden. Wir müssen es so effizient wie möglich gestalten, deswegen spreche ich nun beide Rollen. Ich bin fest davon überzeugt, dass das die Kinder nicht stören wird. Und der Rest wird sich zeigen. Für mich ist dieses Projekt ein völlig neuer Weg und ich bin sehr gespannt, wohin uns die Reise führt!
